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01.03.2019, 13:37 Uhr
„Das Handwerk hat goldenen Boden“
CDU-Kreisvorstand diskutiert mit Handwerkskammer-Präsident Möhle
Zu seiner letzten Sitzung hatte der Kreisvorstand der CDU Lingen einen ganz besonderen Gast eingeladen. Mit dem im Sommer neu gewählten Präsidenten der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Reiner Möhle, luden die führenden Christdemokraten des südlichen Emslandes einen absoluten Fachmann ein, der sehr ausführlich über die aktuelle Situation des Handwerks im Kammerbezirk berichtete. Fazit: Das Handwerk hat auch weiterhin goldenen Boden!
Möhle erläuterte in seinem Eingangsstatement, dass insbesondere der Raum Osnabrück-Emsland „phantastisch aufgestellt“ und „wirtschaftlich sehr erfolgreich“ sei. Er sei sehr stolz auf die vielen guten handwerklichen Betriebe in der Region. Im Bundesvergleich habe man im Durchschnitt eine sehr hohe Zahl an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pro Betrieb. „Wir sind sehr mittelständisch und breit aufgestellt“, hob Möhle hervor.

Als größte Herausforderungen des Handwerks bezeichnete Möhle den Kampf um die Fachkräfte. So sei es fatal, dass viele gute Handwerker bereits mit 62 Jahren in den Ruhestand gingen. „Diese Personen fehlen den Betrieben mit ihren Kompetenzen natürlich sehr.“ Als wichtigste Aufgabe bezeichnete der Handwerkspräsident aber den Kampf um den handwerklichen Nachwuchs. In diesem Zusammenhang richtete er auch ein Appell an die anwesenden politischen Vertreter: „Das Handwerk hat kein vernünftiges Image, daran müssen wir gemeinsam arbeiten.“

In der sich anschließenden intensiven Diskussion kam die Frage der konkurrenzfähigen Bezahlung auf. Reiner Möhle erläuterte, dass das Handwerk inzwischen sehr gut bezahle und Gesellen und Meister deutlich mehr Geld verdienen würden, als es mit einigen akademischen Berufen möglich sei. Deutlich wurde an diesem Abend aber auch, dass die Bezahlung alleine nicht ausreichen würde, um mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Bärbel Löcken machte deutlich, dass die Betriebe sich verstärkt bei jungen Menschen engagieren müssten, um früh das Interesse an handwerklichen Tätigkeiten zu wecken. „Die Kooperationen mit Schulen und mit den einzelnen Kommunen könnten noch ausgeweitet werden.“

Auch CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Christian Fühner wies auf die Verantwortung des Handwerks hin: „Arbeiten Sie daran, dass die Handwerker selber erzählen, dass ihr Job Freude bereitet, dass er attraktiv ist und dass man davon sehr gut eine Familie ernähren kann.“ Fühner verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Berufsorientierung in den Schulen verbessert werden müsse. Das Niedersächsische Kultusministerium habe bereits erste Maßnahmen umgesetzt, so dass in Zukunft auch an Gymnasien und Gesamtschulen mehr Berufsorientierung vermittelt werden muss. Dies sei auch eine Chance für das Handwerk, sich um guten Nachwuchs zu bemühen.

Der CDU-Kreisvorstand sprach dem Handwerkspräsidenten zum Abschluss seine Unterstützung aus. Reiner Möhle betonte, dass es stets einen konstruktiven Austausch zwischen der Politik und dem Handwerk gebe und er diesen weiter fortsetzen und intensivieren wolle.

 

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